Überschwemmungen in Marokko haben in mehreren Regionen zu großangelegten Evakuierungen geführt. Das Innenministerium teilte mit, dass die am Freitagmorgen, dem 6. Februar 2026, aktualisierten Daten auf die Fortsetzung der schrittweisen Räumung gefährdeter Gebiete hinweisen. Die Maßnahmen erfolgen im Rahmen eines proaktiven Ansatzes, der sowohl das aktuelle Gefahrenniveau als auch das mögliche Ausmaß der Schäden berücksichtigt.
Nach Angaben des Ministeriums wurden bis zu diesem Zeitpunkt insgesamt 154.309 Menschen evakuiert und vorübergehend umgesiedelt. Ziel dieser Maßnahmen ist es, Menschenleben zu schützen und die Sicherheit der betroffenen Bevölkerung zu gewährleisten. Für den Transport der Bewohner wurden unterschiedliche logistische Mittel eingesetzt, um eine sichere und geordnete Evakuierung zu ermöglichen.
Besonders betroffene Regionen
Die Überschwemmungen in Marokko haben vor allem den Norden und Nordwesten des Landes schwer getroffen. Laut Innenministerium verteilen sich die Evakuierungen wie folgt:
- 112.695 Menschen in der Region Larache
- 23.174 Menschen in der Region Kenitra
- 14.079 Menschen in der Region Sidi Kacem
- 4.361 Menschen in der Region Sidi Slimane
Darüber hinaus verließ die überwiegende Mehrheit der Einwohner der Stadt Ksar El Kebir im Zuge der ergriffenen Vorsorge- und Präventivmaßnahmen ihre Wohnorte.
Innenministerium warnt vor zunehmenden Risiken
Parallel dazu warnte das Innenministerium eindringlich vor einer weiteren Verschärfung der Lage. Aktuelle Felddaten sowie hydrologische Prognosen zeigen, dass die Überschwemmungen bislang nicht zurückgegangen sind. In einigen Gebieten könnte sich die Situation sogar weiter verschlechtern, was das Risiko zusätzlicher Schäden erhöht.
Angesichts dieser Entwicklung rief das Ministerium die Bevölkerung dazu auf, äußerste Wachsamkeit und Vorsicht walten zu lassen. Betroffene Gebiete sollten vorerst nicht betreten werden, bis sich die Lage stabilisiert und entsprechende offizielle Anweisungen veröffentlicht werden.
Appell an die Bevölkerung
Die Behörden betonen, dass die getroffenen Maßnahmen ausschließlich dem Schutz von Menschenleben dienen. Die Bevölkerung wird aufgefordert, den Anweisungen der zuständigen Stellen Folge zu leisten und keine unnötigen Risiken einzugehen. Erst nach einer deutlichen Entspannung der Lage und neuen offiziellen Bekanntmachungen soll eine Rückkehr in die betroffenen Gebiete erfolgen.

