Wüstenheuschrecken in Südmarokko: Marokko warnt vor neuer Ausbreitungswelle

Wüstenheuschrecken in Südmarokko

Wüstenheuschrecken in Südmarokko: Behörden in Alarmbereitschaft

 

Wüstenheuschrecken in Südmarokko bereiten den Behörden zunehmend Sorgen. Marokko befindet sich derzeit in erhöhter Alarmbereitschaft, da sich die Ausbreitung der Schädlinge weiter fortsetzt. Ursache ist eine regionale Heuschreckenplage, die im Januar in Mauretanien ihren Ursprung hatte und sich seither nordwärts ausdehnt.

 

Nach aktuellen Berichten der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) vom Donnerstag, dem 5. Februar, erstreckt sich das betroffene Gebiet inzwischen vom nördlichen Mauretanien bis in den Süden Marokkos. Zwar wurde in einigen Regionen ein Rückgang größerer Larvenverbände festgestellt, gleichzeitig nahm jedoch die Zahl der Jungtiergruppen deutlich zu. Zudem haben einzelne Gruppen ausgewachsener Wüstenheuschrecken erstmals seit rund zehn Jahren wieder mit der Fortpflanzung begonnen.

 

Großflächige Bekämpfungsmaßnahmen im Süden Marokkos

 

Angesichts der wachsenden Bedrohung durch Wüstenheuschrecken in Südmarokko haben die zuständigen Behörden umfangreiche Bekämpfungsmaßnahmen eingeleitet. Diese konzentrierten sich insbesondere auf wandernde Jungtiergruppen sowie auf zahlreiche Larvenansammlungen in fortgeschrittenen Entwicklungsstadien.

 

In der Region Tan-Tan wurden darüber hinaus eine Gruppe ausgewachsener Insekten sowie mehrere Gruppen junger Wüstenheuschrecken entdeckt. Insgesamt erstreckten sich die Bekämpfungsmaßnahmen auf eine Fläche von 39.042 Hektar, davon wurden 20.600 Hektar durch Luftsprühungen behandelt. Ziel ist es, die weitere Vermehrung zu verhindern und die Wanderbewegungen der Schwärme einzudämmen.

 

Wüstenheuschrecken in Südmarokko

Gefahr einer zweiten Ausbreitungswelle

 

Nach Einschätzung von Experten werden sich die Larven in den Wüstengebieten der Sahara in Kürze häuten und zu unreifen flugfähigen Insekten entwickeln. Diese könnten anschließend nach Norden ziehen und neue Regionen erreichen.

 

Prognosen deuten darauf hin, dass eine zweite Welle ausgewachsener Wüstenheuschrecken sowie kleinere Schwärme in Richtung der fruchtbaren Täler von Souss, Massa und Drâa wandern könnten. Diese Gebiete gelten als besonders sensibel, da sie eine wichtige Rolle für die landwirtschaftliche Produktion Marokkos spielen.

 

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Behörden setzen Bekämpfung fort

 

Die marokkanischen Behörden planen, die Bekämpfungsmaßnahmen in den kommenden Wochen intensiv fortzusetzen. Ziel ist es, eine massive Ausbreitung der Wüstenheuschrecken in Südmarokko zu verhindern und mögliche Schäden an Landwirtschaft und Umwelt zu minimieren. Die Situation wird weiterhin in enger Zusammenarbeit mit internationalen Organisationen wie der FAO überwacht.

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