Marokko steht kurz vor der Einwirkung des Atlantiksturms „Nils“, der voraussichtlich noch vor Ende dieser Woche auf das Königreich treffen wird. Europäische Wetterüberwachungsdaten zeigen, dass die Auswirkungen insbesondere am Freitag und Samstag spürbar sein werden. Experten erwarten am zweiten Tag eine leichte Abschwächung der Wetterintensität, im Kontext der jüngsten aufeinanderfolgenden atlantischen Tiefdruckgebiete.
Ursachen und Entwicklung des Sturms „Nils“
Der Sturm „Nils“ wird durch ein tiefes Tiefdruckgebiet über dem Atlantik ausgelöst, das sich langsam in Richtung Westeuropa bewegt und das westliche sowie zentrale Mittelmeer beeinflusst. Feuchte und instabile Luftmassen strömen dadurch nach Nord- und Zentralmarokko, begleitet von starken Winden und einem leichten Temperaturrückgang. Der Höhepunkt der Wetterlage wird für Freitag erwartet.
Betroffene Regionen und Wetterphänomene
Nördliche und zentrale Atlantikküsten, das Landesinnere sowie der Mittlere und Hohe Atlas werden am stärksten betroffen sein. Prognosen zufolge ist mit folgenden Wetterereignissen zu rechnen:
- Starke Niederschläge in Küstenregionen und Ebenen
- Schauerartige Regenfälle am Samstag, teils noch lokal stark
- Schneefall in höheren Lagen des Hohen und Mittleren Atlas, abhängig von der Entwicklung der Kaltluftmassen
Die Wetterlage folgt auf mehrere aufeinanderfolgende atlantische Tiefdruckgebiete, die in den vergangenen Wochen bereits für lokale Störungen, insbesondere auf Straßenachsen und Bergregionen, sorgten.
Warnungen und Empfehlungen
Die Generaldirektion für Meteorologie Marokko wird fortlaufend aktualisierte Warnungen herausgeben. Bürger werden dringend aufgefordert, den offiziellen Empfehlungen Folge zu leisten, insbesondere in bekannten klimatisch sensiblen Gebieten.
Prognose: Letzte Störungen der Wintersaison?
Klimaforscher gehen davon aus, dass „Nils“ möglicherweise zu den letzten bedeutenden atlantischen Störungen der laufenden Wintersaison gehören könnte. Sollte das Azorenhoch wieder seine frühere Position einnehmen, könnte dies eine Phase relativer Wetterstabilität in den kommenden Wochen einleiten.

