Marokkanischer Pass erreicht beste globale Platzierung seit 2006

Der marokkanische Reisepass hat seine höchste Platzierung seit 2006 erreicht und belegt im Henley & Partners Passport Index 2026 weltweit den 65. Platz, wodurch visumfreier oder Visum-bei-Ankunft-Zugang zu 72 Reisezielen gewährt wird. Dies ist eine deutliche Verbesserung gegenüber der vorherigen Position und unterstreicht die führende Stellung Marokkos in Nordafrika und seine Wettbewerbsfähigkeit in der arabischen Welt und Afrika.

 

Der Henley & Partners Passport Index 2026 hat Marokko weltweit auf Platz 65 gesetzt, gegenüber Platz 67 im Vorjahr, und damit das beste Ergebnis des Landes seit 2006 erzielt.

 

Das Ranking basiert auf Daten der International Air Transport Association (IATA), ergänzt durch interne Untersuchungen von Henley & Partners und öffentlich zugängliche Open-Source-Daten. Der Index bewertet 199 Pässe und 227 Reiseziele weltweit.

 

Mit dem marokkanischen Reisepass können seine Inhaber nun visumfrei oder mit einem Visum bei Ankunft in 72 Reiseziele einreisen, wodurch sich das Land weltweit den 65. Platz sichert.

 

Dies ist die höchste Platzierung, die Marokko jemals erreicht hat. Im Jahr 2006 lag der marokkanische Reisepass auf Platz 66, bevor er 2007 auf Platz 68 zurückfiel. Seinen Tiefpunkt erreichte er 2021, als er auf den 85. Platz fiel.

 

Regionale und kontinentale Rangliste

 

Regional führt Marokko Nordafrika an und liegt vor Tunesien (weltweit auf Platz 70), Mauretanien (Platz 79), Algerien (Platz 80), Ägypten (Platz 85) und Libyen (Platz 93).

 

In der arabischen Welt liegt Marokko auf Platz sieben hinter den Vereinigten Arabischen Emiraten, die den ersten Platz in der arabischen Rangliste und weltweit den fünften Platz belegen, gefolgt von Katar (47.), Kuwait (50.), Saudi-Arabien (54.), Bahrain (55.) und Oman (57.).

 

Auf dem afrikanischen Kontinent liegt Marokko ebenfalls auf Platz sieben, hinter den Seychellen (24. weltweit), Mauritius (27.), Südafrika (48.), Botswana (59.), Namibia (62.) und Lesotho (63.).

 

Eine wachsende globale Mobilitätskluft

 

Weltweit führt Singapur die Rangliste für 2026 an, gefolgt von Japan und Südkorea auf dem gemeinsamen zweiten Platz. Dänemark, Luxemburg, Spanien, Schweden und die Schweiz teilen sich den dritten Platz.

 

Der Henley Passport Index 2026 verdeutlicht die wachsende Kluft zwischen den mobilsten und den am wenigsten mobilen Bevölkerungsgruppen der Welt. Während sich immer mehr Pässe an der Spitze der Rangliste tummeln, bleiben andere zunehmend am Ende der Liste isoliert.

 

Inhaber eines singapurischen Passes können ohne vorheriges Visum in 192 Länder reisen, während Inhaber eines afghanischen Passes nur in 24 Länder visumfrei einreisen können. Die daraus resultierende Kluft von 168 Ländern unterstreicht das Ausmaß der globalen Mobilitätsungleichheit im Jahr 2026 – ein deutlicher Anstieg gegenüber 2006, als der Unterschied zwischen dem führenden US-Pass und dem afghanischen Pass noch bei 118 Ländern lag.